Groupe E — Felddaten-Anbindung an Gestinergie 4.0

WBox-Gateways erfassen vor Ort die Gebäude- und Zählerdaten und übertragen sie über Azure IoT und MQTT an die Cloud-Plattform Gestinergie 4.0 von Groupe E.


Der Kontext

Groupe E ist einer der führenden Energieversorger der Westschweiz. Mit Gestinergie 4.0 bietet die Gruppe öffentlichen Körperschaften eine digitale Multiservice-Plattform für die Smart City: Energiemonitoring (Strom, Wasser, Wärme), Überwachung der technischen Anlagen, Zugangs- und Infrastrukturmanagement.

Die WBox-Gateways von Weble bilden die Datenerfassungsebene vor Ort, die diese Plattform speist: Sie lesen die Zähler und die Gebäudetechnik aus und übertragen die Daten in die Gestinergie-Cloud.

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Datenerfassung vor Ort

An jedem Standort fragt das WBox-Gateway die Geräte über die Modbus-TCP/IP- und -RTU-Treiber ab:

  • Energiezähler — Strom, Wärme, Wasser;
  • HLK-Regler und SPS, über Modbus angebunden;
  • technische Gebäudeausrüstung mit Modbus-Registern.

Ein und dasselbe Weble-Gateway spricht sowohl serielles Modbus (RTU / RS485) als auch Modbus TCP/IP über Ethernet — ohne Drittanbieter-Konverter.

Über Modbus hinaus aggregiert dasselbe Gateway je nach Standort weitere Feldquellen:

  • verkabelte und drahtlose M-Bus-Zähler — Wasser, Gas, Wärme, Energie;
  • die physischen Ein-/Ausgänge des Gateways (Treiber WBox IO) — Impulszählung, Statuskontakte und Schwellenwert-Alarme;
  • Wetterprognosen (Schweiz / Frankreich / Belgien), lokal integriert für das Energiemanagement.

Anbindung an die Gestinergie-4.0-Cloud

Die erfassten Daten werden an die auf Microsoft Azure gehostete Gestinergie-Plattform übertragen. Dafür betreibt die WBox:

  • den Azure-IoT-Treiber — native, sichere Verbindung zum Azure IoT Hub;
  • den MQTT-Treiber — Veröffentlichung der Messwerte auf dem Broker, als schlanker Echtzeit-Stream.

Vor dem Versand verarbeitet das Logikmodul die Daten direkt an der Quelle (« Edge ») : Normalisierung, Skalierung, Aggregation und Kennzahlenberechnung. Nur die nützlichen Daten gehen hoch — weniger Bandbreite, schlankere Plattform.

Für den dateibasierten Austausch mit Drittsystemen exportiert das Gateway die Messwerte auch als CSV und überträgt sie automatisch per FTP — praktisch für Archivierung, Abrechnung oder die Versorgung von Fachanwendungen, ergänzend zum Echtzeit-Stream.


Fernzugriff & Betrieb

Der Fernzugriffsdienst von Weble ermöglicht die Inbetriebnahme, Diagnose und Aktualisierung der Gateways ohne Vor-Ort-Einsatz — ein entscheidender Vorteil für einen über viele Gemeinden und Gebäude verteilten Gerätebestand.


Der Nutzen

  • Ein universelles Gateway: Modbus (TCP + RTU) auf der Feldseite, Azure / MQTT auf der Cloud-Seite — auf demselben Gerät.
  • Edge-Verarbeitung: Das Logikmodul verarbeitet die Daten lokal vor der Übertragung.
  • Sicherer Fernbetrieb, ohne Vor-Ort-Eingriff.
  • Integration in eine anerkannte Schweizer Smart-City-Plattform — Gestinergie 4.0 von Groupe E.

Eingesetzte Treiber & Module

  • Azure — Azure-IoT-Hub-Konnektor.
  • MQTT — Echtzeit-Publish/Subscribe.
  • Modbus TCP/IP, RTU — Auslesen von Zählern und Geräten.
  • Logikmodul — Datenverarbeitung an der Quelle.
  • Fernzugriff — Fernwartung und -betrieb.
  • M-Bus — Wasser-, Gas-, Wärme- und Energiezähler (verkabelt & drahtlos).
  • WBox IO — physische Ein-/Ausgänge des Gateways.
  • Wetter (CH / FR / BE) — Prognosen für das Energiemanagement.
  • CSV — Export der Messwerte als Datei.
  • FTP — automatischer Dateitransfer an Drittsysteme.